Aktuelle News

Ein Muffin mit einer bunten Geburtstagskerze

15 Jahre LINGA

Schauen wir zurück... In Berlin geht der neue Hauptbahnhof in Betrieb, in seiner zweitlängsten Marathonsitzung seit 1949 beschließt der Deutsche Bundestag ein Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz und die NASA-Sonde Cassini-Huygens findet Anhaltspunkte für die Existenz von Wasser auf einem Mond des Saturn. Warum wir Ihnen das erzählen? Nun,…

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Eine ältere Frau und ein älterer Mann sitzen auf einer Bank.

D80+: Studie zeigt, was hochaltrigen Menschen in Deutschland wichtig ist

Was wünschen sich Menschen der Generation 80 plus? Welche Erwartungen und Wertvorstellungen haben sie für ihren Alltag? Antworten auf diese Fragen liefert die Studie „Hohes Alter in Deutschland“ (D80+), für die zwischen November 2020 und April 2021 10.000 zufällig ausgewählte Menschen ab 80 Jahren befragt wurden. Eine sichere Umgebung ist den…

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Ein Blick in das Convention Center auf die Teilnehmenden der TECHTIDE - Konferenz zur Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft

LINGA auf der TECHTIDE: Digitale Teilhabe aller Generationen im Ehrenamt

Vom 12.-13.9.2022 findet erneut die TECHTIDE, Niedersachsens Konferenz für Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft statt. Die LINGA moderiert die Podiumsdiskussion „Vereine im digitalen Wandel: Digitale Grünschnäbel, Küken und alte Hasen. Wie gelingt digitale Teilhabe aller Generationen im Ehrenamt?“ und blickt zurück auf die letzten…

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Ein älteres PArr geht HAnd in Hand die Straße entlang.

Alt werden in Deutschland: Neunter Altersbericht klärt Potenziale und Teilhabechancen

„Alt werden in Deutschland – Potenziale und Teilhabechancen“ – so lautet der Titel des Neunten Altersberichts. Die Erstellung hat die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Lisa Paus, nun an eine Sachverständigenkommission übergeben. Der Neunte Altersbericht soll im Frühjahr 2024 erscheinen. Haben ältere Menschen die gleichen…

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Logo Zukunftsräume Niedersachsen

„Zukunftsräume Niedersachsen“: Digitale Vernetzungsplattform für lebendigere Kommunen gestartet

Das Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“ hat eine neue Vernetzungsplattform erhalten, auf der sich Nutzer/-innen darüber austauschen können, wie Kommunen in ländlichen Räumen attraktiver und lebendiger gestaltet werden können. Seit 2019 fördert das Programm Projekte, die sich der Entwicklung und Wiederbelebung von Stadtzentren auf dem Land…

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Viele unterschiedliche Menschen legen ihre Hände zusammen in die Mitte.

Förderprogramm Soziale Innovation: Meet Up präsentiert Erfolge und wagt den Blick in die Zukunft

Im Jahr 2015 startete in Niedersachsen das Förderprogramm Soziale Innovation – zum damaligen Zeitpunkt bundesweit ein gänzlich neuer Förderschwerpunkt. Am 15.6.2022 kamen in Hannover Interessierte und Projektbeteiligte zum zweiten Meet Up Soziale Innovation zusammen, um einen Blick auf die vergangenen sieben Jahre zu werfen. und gleichzeitig einen…

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Screenshot der Website zum Digital Campus Niedersachsen

Lernplattform „Digital Campus Niedersachsen“ gestartet

Am 7.6.2022 fiel der Startschuss für das Projekt „Digital Campus Niedersachsen“. Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler und Dr. Bernd Althusmann, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, stellten gemeinsam mit Professor Dr. Gerhard Wegner, dem Vorsitzenden des Niedersächsischen Bundes für freie…

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Junge Frau sitzt mit einem Laptop in der Hand im Rollstuhl.

Digitale Teilhabe: Diskussion bei Onlinekonferenz

Mehr als 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich kürzlich bei einem Online-Event darüber ausgetauscht, welche Chancen und Perspektiven digitale Teilhabe für alle in der Kommunikation und Kooperation bietet und wie in vielen Bereichen und Institutionen Niedersachsens bereits an diesem Thema gearbeitet wird. Initiiert wurde die Onlinekonferenz…

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Eine Gruppe Menschen lehnt vor einem großen Fenster auf der Fesnterbank und spricht über die Inhalte auf einem Laptop.

BMBF kündigt stärkere Unterstützung für soziale Unternehmen an

Am 27.4.2022 hat das Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND e.V.) den 4. Deutschen Social Entrepreneurship Monitor (DSEM) veröffentlicht. Der DSEM informiert seit 2018 jährlich Entscheidungsträger/-innen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zur aktuellen Situation sozialer Unternehmen in Deutschland. Das Bundesministerium für…

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Eine Frau hat eine VR-Brille auf und hält zwei Bedienteile in den Händen.

Neuer Forschungsbereich „Gesellschaft“ am OFFIS gestartet

Digitale Technologien sind in fast all unseren Lebensbereichen nicht mehr wegzudenken. Sie sind mit grundsätzlichen gesellschaftlichen Fragen der Teilhabe an Gesellschaft, der Daseinsvorsorge, der Gerechtigkeit und auch der Demokratie verknüpft. Mit dem am 1.4.2022 neu gegründeten Forschungsbereich „Gesellschaft“ treibt das Oldenburger…

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Ein Muffin mit einer bunten Geburtstagskerze

15 Jahre LINGA

Schauen wir zurück...


In Berlin geht der neue Hauptbahnhof in Betrieb, in seiner zweitlängsten Marathonsitzung seit 1949 beschließt der Deutsche Bundestag ein Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz und die NASA-Sonde Cassini-Huygens findet Anhaltspunkte für die Existenz von Wasser auf einem Mond des Saturn. Warum wir Ihnen das erzählen? Nun, 2006 war ein ziemlich spannendes Jahr! Und auch wenn wir in Niedersachsen vielleicht nicht ins All geflogen sind, so haben wir doch einen wichtigen Start erlebt, der in den folgenden Jahren zahlreiche großartige Entdeckungen und Projekte ermöglicht hat. Denn im Jahr 2006 fiel der Startschuss für die Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag, kurz LINGA.

Aber wofür steht die LINGA überhaupt? Wie ist sie entstanden, wie war der Werdegang und was hat die letzten 15 Jahre geprägt? Im Interview mit der freien Wissenschaftsautorin Dr. Ulrike Schneeweiß werfen Delia Balzer und Sina Seidel einen Blick in die Vergangenheit, Gegenwart und auch die Zukunft der LINGA. Ein Gespräch über Brückenfunktionen, Altersbilder und einen Elefanten im Raum. Und auch einige Weggefährt/-innen haben zur Feier unseres Jubiläums an uns gedacht, uns gratuliert und beschrieben, was die LINGA für sie ausmacht.

LINGA Jubiläums-Podcast


LINGA Jubiläums-Podcast Langversion

Transkript der Langversion

LINGA Jubiläums-Podcast Kurzversion

Transkript der Kurzversion

Daniela Behrens, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Liebes LINGA-Team,

wenn wir das aktuelle Jubiläum feiern, dann feiern wir nicht eine bloße Zahl von Jahren – wir feiern 15 Jahre Kreativität und Engagement, um den Alltag generationengerechter zu gestalten. Oft muss es gar nicht der „große Wurf“ sein. Wichtiger sind gute Ideen. Ideen, die sich mit vermeintlichen Grenzen und Barrieren nicht ohne weiteres zufriedengeben. Das ist es, was LINGA ausmacht. Ich denke zum Beispiel noch oft an den barrierefreien Strandkorb, der ganz nebenbei auch zu gelebter Inklusion beiträgt.

Viele Fachveranstaltungen zu den unterschiedlichsten Themen haben nicht nur Inspiration geliefert, sondern auch Mut gemacht, neue und innovative Wege zu beschreiten. Nicht nur vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird es wichtig bleiben, Modelle für eine älter werdende Gesellschaft zu entwickeln. So weckt LINGA mit einer jährlich stattfindenden Projektwoche schon bei Studierenden das Bewusstsein für einen generationengerechten Alltag.

In diesem Sinne wünsche ich auch künftig viel Erfolg und gute Ideen!

Daniela Behrens, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

In 15 Jahren ist viel passiert!


Wir möchten Sie zur Feier unseres 15-jährigen Jubiläums auf eine kleine Zeitreise mitnehmen. Der Startschuss fällt am 31.5.2006: Als Partner von Interessenvertretungen, Wissenschaft und Wirtschaft wird die Landesinitiative durch das niedersächsische Sozialministerium gegründet, um ein neues Bewusstsein für die sozialen und wirtschaftlichen Chancen einer Gesellschaft des langen Lebens schaffen. Projektträger war damals die Wolfsburg AG als Gemeinschaftsunternehmen (Public-private-Partnership) der Stadt Wolfsburg und der Volkswagen AG.

Hände von Menschen verschiedener Altersgruppen die ineinandergreifen und einen Kreis bilden
Das Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, und Gesundheit und der Unternehmerverband Einzelhandel Niedersachsen e.V. geben eine gemeinsame Erklärung zum Thema „Die älter werdende Gesellschaft – Eine Chance für den Handel“ ab. Deren Aktivitäten und Ziele sollen im Rahmen des ...
Delia Balzer bei der Moderation auf der Bühne
Die Initiative „Zukunft schmieden“ startet im Innovationszentrum Niedersachsen (Laufzeit 2008-2013) – Delia Balzer ist Themenmanagerin für den Bereich „Demografischer Wandel“. Das Konzept von Zukunft schmieden basiert auf der These, dass Innovationen oft an der Grenze zu anderen Technologien/Fachbereichen entstehen ...
Das Qualitätszeichen Generationenfreundliches Einkaufen
In den Jahren 2008 bis 2010 wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) die Initiative Wirtschaftsfaktor Alter durchgeführt. Die LINGA ist als enger Kooperationspartner an Bord und pilotiert ...
Gruppenfoto der studentischen LINGA Woche 2016
Nach einer Pressekonferenz am 18.11.2009 im Sozialministerium mit Ministerin Mechthild Ross-Luttmann wird das Qualitätszeichen Generationenfreundliches Einkaufen am 25.3.2010 – gemeinsam von Bundesfamilienministerin Frau Dr. Kristina Köhler und Herrn Josef Sanktjohanser, Präsident des Handelsverbands Deutschland, in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. LINGA ...
Datensynchronisation health book zwischen Smartwatch und Smartphone
2011 bekommt die LINGA ein neues Zuhause und rückt mit einem Projektträgerwechsel näher an die Wissenschaft. Neue Heimat wird das Braunschweiger Informatik- und Technologie-Zentrum BITZ GmbH, einem An-Institut der Technischen Universität Braunschweig. Im Juni 2011 wird Die Initiative „Zukunft schmieden“ ...
Niedersachsenkarte mit Markern für die 1.000 Generationengerechten Geschäfte
Das zunächst Ende 2009 als Pilot in Niedersachsen begonnene Qualitätszeichen „Generationenfreundliches Einkaufen“ wurde 2010 bundesweit eingeführt. Nach wie vor hält Niedersachsen jedoch durch das ehrenamtliche Engagement von über 230 Seniorentesterinnen und Seniorentester eine Vormachtstellung inne. Am 6.11.2012 wird in Braunschweig ...
2013: Verstärkung für die LINGA
Die wichtigste Neuerung des Jahres 2013: Sina Seidel (damals noch Sina Pollex) wird neue Projektassistentin bei der LINGA und später Projektmanagerin der studentischen LINGA Blockwoche. Die bereits 2008 begonnene erfolgreiche Mitarbeit in der Initiative „Zukunft schmieden“ des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums wird ...
Zeichnung eines älteren Ehepaars it einem Einkaufstrolley mit der Aufschrift "Hackenporsche"
Am 28.10.2014 wird die Veranstaltung „Hackenporsche 3.0“ in Kooperation mit der Landesinitiative Mobilität erfolgreich durchgeführt, die sich insbesondere an kommunale Entscheider/-innen sowie Vertreter/-innen  aus Wirtschaft und Wissenschaft richtet. Das besondere Format mit acht Kurzvorträgen im PechaKucha-Stil, der Markt der Möglichkeiten ...
Delia Balzer und Stephan Weil sitzen auf der SenNova im barrierefreien Stranjorb
Zum 1.1.2015 löst die Innovationszentrum Niedersachsen GmbH die gemeinnützige Braunschweiger Informatik- und Technologie-Zentrum GmbH als bisherigen Träger der LINGA ab und rückt damit die Landesinitiative noch näher an Strategieplanung und Innovationspolitik des Landes heran. Das Team unter Projektleiterin Delia Balzer ...
Das Logo der Initiative GeniAAL Leben
Im Januar 2016 heißt es „zurück zu den Wurzeln“: Das Netzwerk GENIAAL Leben kehrt zurück zur LINGA. Die Linga Woche (vormals LINGA Blockwoche) greift das Thema auf und widmet sich im Mai 2016 dem Thema „Gedanken…verloren – GENIAALe Ideen gegen ...
Logo des Social Innovation Center Hannover
Nach dem LINGA-Workshop „Aufwind für soziale Innovationen“ im Mai 2016, hat die Landesinitiative konkrete Umsetzungspartner für ein „Social Entrepreneurship Center“ gesucht und gefunden: Die Region Hannover entwickelt mit LINGA, dem Hafven, hannoverimpuls, NEXSTER (LINKS) und vielen weiteren ein „Social Innovation ...
Filmklappe/Regieklappe
Im Rahmen des Seminars „MM4 Animation und Visualisierung“ entwickelten Studierende des Studiengangs Medien-Management an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften am Studienort Salzgitter 12 Erklärfilme über ausgewählte LINGA Themen zu Zwecken der Öffentlichkeitsarbeit. Eine Auswahl der Filme finden Sie hier ...
Das LINGA Wimmelbild veranschaulicht den Blick durch die generationenfreundliche Brille.
Unter dem Titel „Gemeinsam statt einsam – soziale Teilhabe im Quartier“ fand die bis dato 10. LINGA Woche vom 12.–17.5.2019 in Hannover statt. Mit 55 Studierenden wurde das Thema Einsamkeit im Alter bearbeitet. Der erste Platz zeigt dieses Jahr, dass ...
Schaubild zum Thema Digitalisierung und Online-Kompetenz stärken im Ehrenamt
Abstand, Maske, Lockdown und Home-Office: LINGA stellt sich um und erreicht die gesteckten Ziele online. Was zunächst schwierig und neu anmutet, geht doch erstaunlich gut. Und so sendet und moderiert Frau Balzer aus dem heimischen Wohnzimmer und Frau Seidel schafft ...
Logo zum 15-jährigen LINGA-Jubiläum
Video-Konferenz statt Jugendherberge: 43 Studierende aus vier niedersächsischen Hochschulen und sechs Fachbereichen entwickeln beim 1. LINGA Hack, einem 48h Hackathon, Ideen für Süd-Niedersachsen zum Thema „Digitale GestALTER – neue Lebenswelten sozial gedacht“, welches durch die aktuelle Corona-Pandemie noch mehr Aufwind ...

(Bild: Bru-nO/pixabay)

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Eine ältere Frau und ein älterer Mann sitzen auf einer Bank.

D80+: Studie zeigt, was hochaltrigen Menschen in Deutschland wichtig ist

Was wünschen sich Menschen der Generation 80 plus? Welche Erwartungen und Wertvorstellungen haben sie für ihren Alltag? Antworten auf diese Fragen liefert die Studie „Hohes Alter in Deutschland“ (D80+), für die zwischen November 2020 und April 2021 10.000 zufällig ausgewählte Menschen ab 80 Jahren befragt wurden.

Eine sichere Umgebung ist den meisten Hochaltrigen für ihr Leben wichtig. Auf der anderen Seite möchten sie auch Verantwortung übernehmen – für die jüngeren Generationen und die Umwelt. Sie wollen Selbstbestimmt sein und Traditionen erhalten. Zu diesem Ergebnis kommt die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Studie „Hohes Alter in Deutschland“ (D80+).

Bisher fehlte es schlicht an repräsentativen Daten zu den konkreten Alltagswünschen und -bedürfnissen dieser fast sechs Millionen Menschen umfassenden Bevölkerungsgruppe. Aus den Studienergebnissen von D80+ sollen nun gezielte politische Maßnahme für die Hochaltrigen abgeleitet werden.

Die Studie „Hohes Alter in Deutschland“ (D80+) wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und vom Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (ceres) sowie dem Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA) durchgeführt.

Was ist den hochaltrigen Menschen wichtig?

Zwei ältere Herren spielen Schach.
Ältere Menschen möchten am gesellschaftlichen Leben teilhaben und sind auch motiviert, ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu teilen. (Bild: Vlad Sargu/Unsplash)

Als wichtigste Punkte konnte die Studie das Bedürfnis nach einer sicheren Umgebung (94 Prozent) und den Wunsch nach Selbstbestimmung (90 Prozent) aufzeigen. Die Senioren möchten ein aktiver Teil der Gesellschaft bleiben, was sehr für den Wunsch nach einem guten Miteinander von Jungen und Alten spricht. Die Befragten sehen sich hier durchaus auch in einer aktiven Rolle: Ein Großteil der Hochaltrigen empfindet es als wichtig, der jüngeren Generation Werte zu vermitteln (83 Prozent), eine Vorbildfunktion einzunehmen (73 Prozent) und ihre Erfahrungen weiterzugeben (77 Prozent). Auch Traditionen spielen hierbei eine große Rolle: 83 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen die Wahrung von Traditionen wichtig ist.

Diese Wünsche lassen sich möglicherweise auf die Tatsache zurückführen, dass 69 Prozent der Hochaltrigen der Ansicht sind, dass ihre Wertvorstellungen mit jenen der Gesellschaft nicht mehr übereinstimmen. Einige davon geben auch an, sich in der Gesellschaft nicht mehr orientieren zu können und schlecht mit der gesellschaftlichen Lebensweise zurechtzukommen oder sich zumindest durch die Corona-Pandemie von der Gesellschaft entfremdet zu haben (65 Prozent). Auf die Frage, wie sich diese Situation verbessern ließe, gaben die Befragten unter anderem den Wunsch nach mehr sozialer Einbindung und höherer Wertschätzung durch die Gesellschaft an.

Wie kann das gesellschaftliche Leben Hochaltriger verbessert werden?

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert bereits vielfältige Angebote für Hochaltrige. Die bundesweit rund 530 Mehrgenerationenhäuser bieten vielfältige Angebote für die Zielgruppe der Hochaltrigen an und tragen so zu einem erfüllten Leben im Alter bei.

Angeboten zur Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben werden auch Teilhabeangebote wie Bildungs-, Begegnungs-, Sport- und Beweglichkeitskurse umgesetzt. Die über 80-Jährigen können sich auch aktiv in die Gestaltung der Angebote mit einbringen: Über 1000 Hochaltrige haben sich im letzten Jahr in den Mehrgenerationenhäusern freiwillig engagiert und die Gesellschaft mit ihrem Wissen und ihrer Schaffenskraft bereichert.

Zugang zu digitalen Medien und Technologien und der Ausbau geeigneter Bildungsangebote – das sind die zentralen Ziele des DigitalPakt Alter. Das beinhaltet auch für hochaltrige Menschen die Chance, gesellschaftlicher Entfremdung wirksam entgegenzuwirken und mehr soziale Einbindung zu erreichen. Im Rahmen der Initiative werden 150 digitale Erfahrungsorte gefördert. Hier können ältere Menschen digitale Fähigkeiten erwerben und gleichzeitig in den sozialen Austausch kommen, indem sie anderen Menschen begegnen und ins Gespräch kommen. Über diese Begegnungen in den Erfahrungsorten wird nicht nur digitale Teilhabe, sondern auch soziale Teilhabe von älteren Menschen gefördert. Auch fördert das BMFSFJ den „Digitalen Engel“, ein mobiles Ratgeberteam, das älteren Menschen vor Ort digitale Alltagskompetenzen vermittelt.

Über das Projekt „Miteinander Füreinander“ des Malteser Hilfsdienstes werden an rund 110 Malteser-Standorten besonders hochbetagte Seniorinnen und Senioren erreicht. Unter den Engagierten im Projekt sind auch mehrere Hochbetagte. Zum Beispiel leitet eine 80-Jährige die Wandergruppe Uhu in Magdeburg und in Büdingen organisieren gleich mehrere über 80-Jährige den Treff zum Kartenspielen.

Die Nationale Demenzstrategie und das Bundesprogramm „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“ zielen darauf ab, die Lebenssituation von Menschen mit kognitiven Einschränkungen und Demenz sowie ihren oft ebenfalls alten Angehörigen zu verbessern. Hierzu zählen unter anderem die Unterstützung im Alltag sowie die Stärkung der sozialen Teilhabe.

Veröffentlichte Berichte und weiterführende Informationen zum Projekt D80+ finden sich unter:

 

 

(Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Bild:)

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Ein Blick in das Convention Center auf die Teilnehmenden der TECHTIDE - Konferenz zur Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft

LINGA auf der TECHTIDE: Digitale Teilhabe aller Generationen im Ehrenamt

Vom 12.-13.9.2022 findet erneut die TECHTIDE, Niedersachsens Konferenz für Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft statt. Die LINGA moderiert die Podiumsdiskussion „Vereine im digitalen Wandel: Digitale Grünschnäbel, Küken und alte Hasen. Wie gelingt digitale Teilhabe aller Generationen im Ehrenamt?“ und blickt zurück auf die letzten zweieinhalb Jahre.

Im September zeigt die TECHTIDE vielfältige Thesen zur Digitalisierung auf und präsentiert zudem beispielgebende digitale Lösungen und aktuelle Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung. Im intensiven Dialog und in interaktiven Formaten analysieren Sprecher und Sprecherinnen, wie sich unsere digitale Welt in den nächsten Jahren verändern wird. Sie hinterfragen Entwicklungen kritisch und stellten positive wie negative Zukunftsszenarien vor.

Delia Balzer diskutiert am 13.9.2022 in Hannover auf der Bühne mit folgenden Gästen:

• Dr. Nils Weichert | Deutschland sicher im Netz e.V., Digitale Nachbarschaft
• Dagmar Hirche | Wege aus der Einsamkeit e.V. WADE
• Dagmar Bischof | Landesseniorenrat Niedersachsen e.V.
• Astrid Hanusch | NBank Niedersachsen, Förderprogramm Digitalbonus.Vereine
• Adalbert Mauerhof | Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen und Koordinierungsstellen für das Ehrenamt in Niedersachsen e.V. (LAGFA)

Darum geht's

In Vereinen herrscht digitale Aufbruchstimmung, aber auch noch viel Skepsis. Wie kann es gelingen, den Nachwuchs über digitale Tools zu erreichen, ohne dabei ältere, ehrenamtlich Tätige zu verlieren? Kann das Ehrenamt ein Lösungsort für digitale Teilhabe und Inklusion sein? Welche Hilfestellungen gibt es bereits und was wird in Niedersachsen gefördert? Freuen Sie sich auf den digitalen Vereinsmeier, Versilberer-Runden im Netz und einen Digitalbonus für Vereine. Für den nötigen Über-, Durch-, und Einblick sorgen LAGFA und Landesseniorenrat Niedersachsen.

Veranstalter der TECHTIDE sind das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung sowie die Deutsche Messe. Die Vorträge und Diskussionen der beiden TECHTIDE-Tage finden im Convention Center auf dem Messegelände in Hannover statt. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der TECHTIDE.

 

(Quelle und Bolder TECHTIDE/Deutsche Messe)

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Ein älteres PArr geht HAnd in Hand die Straße entlang.

Alt werden in Deutschland: Neunter Altersbericht klärt Potenziale und Teilhabechancen

„Alt werden in Deutschland – Potenziale und Teilhabechancen“ – so lautet der Titel des Neunten Altersberichts. Die Erstellung hat die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Lisa Paus, nun an eine Sachverständigenkommission übergeben. Der Neunte Altersbericht soll im Frühjahr 2024 erscheinen.

Haben ältere Menschen die gleichen Möglichkeiten, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben wie jüngere? Dieser Frage werden elf Expert/-innen aus den Fachbereichen Psychologie, Sozialwissenschaft, Gerontologie, Pflege- und Gesundheitswissenschaft in den kommenden eineinhalb bis zwei Jahren nachgehen.

Untersucht werden sowohl unterschiedliche Altersbilder als auch die Rolle älterer Menschen in unserer Gesellschaft. Dabei werden die Sachverständigen unterschiedliche Lebenssituationen mit einbeziehen und Punkte wie Ungleichheit und Altersdiskriminierung – auch gegenüber älteren Menschen mit Migrationsgeschichte oder LSBTIQ*-Personen – untersuchen. Aus den Untersuchungen sollen letztlich Maßnahmen und Handlungsempfehlungen für die Politik abgeleitet werden, die auf die Stärkung der Rechte Älterer und eine bessere Beteiligung am gesellschaftlichen Leben hinwirken.

Die Mitglieder der Neunten Altersberichtskommission

  • Prof. Dr. Martina Brandt, Professorin für Sozialstruktur und Soziologie alternder Gesellschaften an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Technischen Universität Dortmund (Vorsitz)
  • Prof. Dr. Antonio Brettschneider, Professor für kommunale Sozialpolitik an der Fachhochschule Köln
  • Prof. Dr. Eva-Marie Kessler, Professorin für Gerontopsychologie an der Medical School Berlin
  • Prof. Dr. Susanne Kümpers, Professorin für Qualitative Gesundheitsforschung – Soziale Ungleichheit und Public Health Strategien, emeritiert (bis April 2022 an der Hochschule Fulda)
  • Prof. Dr. Sonia Lippke, Professorin für Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin an der Jacobs Universität Bremen
  • Prof. Dr. Ralf Lottmann, Professor für Gesundheitspolitik an der Hochschule Magdeburg-Stendal
  • Prof. Dr. Klaus Rothermund, Professor für allgemeine Psychologie an der Universität Jena
  • Prof. Dr. Liane Schenk, Professorin für Versorgungsforschung mit dem Schwerpunkt „vulnerable Gruppen“ an der Charité Berlin
  • Prof. Dr. Clemens Tesch-Römer, Leiter des Deutschen Zentrums für Altersfragen, Berlin
  • Prof. Dr. Andrea Teti, Leiter des Fachgebiets „Alter und Gesundheit“ und Direktor des Instituts für Gerontologie der Universität Vechta
  • Prof. Dr. Dr. Hürrem Tezcan-Güntekin, Professorin für interprofessionelle Handlungsansätze mit Schwerpunkt auf qualitativen Forschungsmethoden in Public Health an der Alice Salomon Hochschule Berlin

Weitere Informationen Rund um den Altersbericht finden Sie hier

 

(Quelle: Deutsches Zentrum für Altersfragen, Bild: )

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Logo Zukunftsräume Niedersachsen

„Zukunftsräume Niedersachsen“: Digitale Vernetzungsplattform für lebendigere Kommunen gestartet

Das Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“ hat eine neue Vernetzungsplattform erhalten, auf der sich Nutzer/-innen darüber austauschen können, wie Kommunen in ländlichen Räumen attraktiver und lebendiger gestaltet werden können. Seit 2019 fördert das Programm Projekte, die sich der Entwicklung und Wiederbelebung von Stadtzentren auf dem Land verschrieben haben.

Direkter Austausch vor Ort

Verantwortliche und Mitarbeitende in niedersächsischen Städten und Gemeinde können seit dem 13.7.2022 die Vernetzungsplattform www.zukunftsraeume-niedersachsen.de nutzen, um sich untereinander auszutauschen, aber auch mit den bereits im Programm befindlichen Zukunftsräume-Projekten, interessierten Kommunen, Kommunalpolitiker/-innen sowie den Expert/-innen aus dem Zukunftsräume-Pool ins Gespräch zu kommen.
Die Plattform des Niedersächsischen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung soll den direkten Austausch befeuern und den Kommunen die Möglichkeit bieten, Lösungsansätze für ihre lokal spezifischen Herausforderungen zu entwickeln. Darüber hinaus finden im Rahmen des Förderprogramms regelmäßige Netzwerkveranstaltungen statt, die den Austausch zusätzlich intensivieren und bei der Ausarbeitung der Projektideen unterstützen.

Dass der enge Austausch unterschiedlicher lokaler Akteur/-innen in ländliche Räumen ein Erfolgskonzept sein kann, zeigt auch die aktuelle Studie „Chancen und Risiken für Coworking in den ländlichen Räumen Niedersachsens“ im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung. Darin wird deutlich, dass Coworking-Spaces in ländlichen Räumen einen großen Mehrwert darstellen, da sie das Gemeinschaftsleben stärken und als Raum für Begegnung, Austausch und soziokulturelle Angebote dienen können.

Das Förderprogramm

Über das Förderprogramm „Zukunftsräume Niedersachsen“ können ländliche Kommunen mit Zentrumsfunktionen und mindestens 10.000 Einwohnenden für Projekte zur Steigerung der Lebendigkeit und Attraktivität ihres Zentrums zwischen 75.000 und 300.000 Euro Förderung erhalten. Die projektbezogene Förderquote liegt bei 60 Prozent, für Kommunen mit geringer Steuerkraft bei 90 Prozent. Seit 2019 wurden bereits 59 Projekte mit insgesamt 11,5 Millionen Euro über die Richtlinie gefördert – in der aktuellen Antragsrunde werden voraussichtlich 27 weiteren Projekte in das Programm aufgenommen.

 

(Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Bild Header: Bild: Zukunftsräume Niedersachsen YouTube )

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Viele unterschiedliche Menschen legen ihre Hände zusammen in die Mitte.

Förderprogramm Soziale Innovation: Meet Up präsentiert Erfolge und wagt den Blick in die Zukunft

Im Jahr 2015 startete in Niedersachsen das Förderprogramm Soziale Innovation – zum damaligen Zeitpunkt bundesweit ein gänzlich neuer Förderschwerpunkt. Am 15.6.2022 kamen in Hannover Interessierte und Projektbeteiligte zum zweiten Meet Up Soziale Innovation zusammen, um einen Blick auf die vergangenen sieben Jahre zu werfen. und gleichzeitig einen Ausblick in die Zukunft der Förderung sozialer Innovationen in Niedersachsen zu wagen. 

Viel erreicht und noch viel vor

Vieles ist geschehen, seit das Förderprogramm Soziale Innovation gestartet ist. Dass Niedersachsen den richtigen Weg eingeschlagen hat, belegen die 26 Projekte, die beim Meet Up Soziale Innovation vorgestellt wurden. Sie zeichnen ein eindrucksvolles Bild davon, wie innovative Ideen, Initiativen und Dienstleistungen das Miteinander in unserer Gesellschaft verbessern und gesellschaftliche Herausforderungen bewältigen können. Insgesamt wurden seit 2015 sogar 52 Soziale Innovationsprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund 23 Millionen Euro gefördert. 24 Projekte widmeten sich dem Schwerpunkt Daseinsvorsorge, 29 Projekte dem Wandel der Arbeitswelt.

Innovationen können demnach ein Schlüssel zur Lösung sozialer Probleme sein. Gerade im Bereich sozialer Innovationen gilt es jedoch auch immer, die Nebeneffekte des Fortschritts zu berücksichtigen. Das Paradebeispiel stellt die Digitalisierung dar: Während auf der einen Seite Chancen für neue Geschäftsmodelle entstehen, sorgen sich andere, ob bestimmte Berufszweige künftig noch benötigt werden. Und auch die Frage nach der Zugänglichkeit neuer Technologien für alle Teile der Gesellschaft – sei es durch fehlende lokale Infrastruktur oder mangelnde Unterstützung bei der Einführung – muss fortlaufend gestellt werden.

Keine Patentlösung für jede Region

Wer Niedersachsen kennt, weiß um die Diversität des Landes und kennt die Tatsache, dass für Ballungsräume nicht die gleichen Voraussetzungen gelten, wie für dünn besiedelte Landstriche. Umso weiter gehen die Anforderungen unterschiedlicher Regionen in Niedersachsen auseinander, die differenzierte und regional spezifische Lösungsansätze benötigen. Genau hier werden auch zukünftig große Herausforderungen liegen.

Das Ziel gleichwertiger Lebensverhältnisse in den niedersächsischen Regionen wurde beim Meet Up als eine der zentralen Zukunftsaufgaben thematisiert. Während einige Regionen dynamisch wachsen, trifft der demografische Wandel andere Regionen besonders stark. Während immer mehr junge Menschen in die Großstädte abwandern, verbleiben die Älteren auf dem Land. Diese Entwicklung führt vielerorts dazu, dass die Infrastruktur und die Einrichtungen der Daseinsvorsorge in den ländlichen Räumen schwinden.

Neuerung beim Förderprogramm und Einladung zur Infoveranstaltung

Das Förderprogramm Soziale Innovation wird in der neuen Periode 2021–2027 weiterhin Projekte mit den Schwerpunkten „Arbeitswelt im Wandel“ und „Soziale Daseinsvorsorge“ fördern, die zur Entwicklung, Erprobung und Umsetzung neuer Lösungen dienen. Dafür stehen 18,6 Millionen Euro zur Verfügung. Die Fördersätze werden um jeweils 10 Prozent erhöht, sodass Projekte aus den stärker entwickelten Regionen (SR) künftig mit 70 Prozent gefördert werden, Projekte in Übergangsregionen (ÜR) mit 80 Prozent. Neben juristischen Personen können künftig auch Personengesellschaften und Einzelunternehmen einen Antrag stellen.

Am 31.8.2022 findet von 10:30 bis 14:30 Uhr in Hannover eine Informations- und Unterstützungsveranstaltung im Rahmen des Ideenverfahrens statt, die zahlreiche Informationen zum Förderprogramm, zur Ideenbekundung und zum Bewertungsverfahren für Sie bereithält. Außerdem haben Sie die Möglichkeit in persönlichen Beratungs- und Informationsgesprächen Ihre Fragen zu stellen und sich tiefergehend zu informieren. Eine Anmeldung ist bis zum 26.8.2022 möglich. Hier finden Sie alle Informationen zum Programm der Veranstaltung sowie zur Anmeldung.

 

(Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Bild Header: Bild: Hannah Busing/Unsplash)

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Screenshot der Website zum Digital Campus Niedersachsen

Lernplattform „Digital Campus Niedersachsen“ gestartet

Am 7.6.2022 fiel der Startschuss für das Projekt „Digital Campus Niedersachsen“. Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler und Dr. Bernd Althusmann, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, stellten gemeinsam mit Professor Dr. Gerhard Wegner, dem Vorsitzenden des Niedersächsischen Bundes für freie Erwachsenenbildung, die neue Lernplattform für alle Menschen in Niedersachsen, die sich digital weiterbilden möchten, vor.

Digitale Technologien erhalten immer mehr Einzug in unseren Alltag sowohl im Berufsleben als auch in der Freizeit und verändern diesen nachhaltig. Das stellt viele Menschen vor Herausforderungen, da sie ein Mindestmaß an digitaler Kompetenz benötigen, um sich in der immer digitaler werdenden Welt zurechtzufinden. Bildung ist hier der Schlüssel zur Teilhabe und da kommt der „Digital Campus Niedersachsen“ ins Spiel. Mit dem „Digital Check“ können die Nutzer/-innen ihre eigenen digitalen Kompetenzen einschätzen, um dann in die passenden weiterführenden Kurse einzusteigen, die in der stetig wachsenden digitalen Lernbibliothek bereitgestellt werden.

„Mit den Lernangeboten des Digital Campus Niedersachsen‘ haben alle interessierten Bürgerinnen und Bürger die Chance, ihr digitales Wissen zu erweitern“, so Minister Thümler. „In dem neuen Internet-Portal lassen sich mit wenigen Klicks geeignete Veranstaltungen und Bildungseinrichtungen finden, um zum Beispiel zu erlernen, wie die Möglichkeiten des eigenen Tablet-Computers oder des Smartphones besser genutzt werden können.“

„Wer im Alltags- und Berufsleben mit den Veränderungen Schritt halten will, muss kontinuierlich weiterlernen“, sagte Minister Althusmann. „Die digitale Kompetenz aller Niedersachsen – über alle Altersklassen und gesellschaftlichen Schichten hinweg – nimmt dabei eine Schlüsselfunktion ein. Denn damit fällt es uns leichter, wie selbstverständlich von zu Hause zu arbeiten und digitale Angebote wahrzunehmen.“

Der Vorsitzende des Niedersächsischen Bundes für freie Erwachsenenbildung Wegner lobte das neue Bildungsprojekt: „Durch das Projekt ,Digital Campus Niedersachsen‘ haben sich die Erwachsenenbildungseinrichtungen des Landes digital neu aufgestellt, befähigen die Menschen zum kompetenten und sicheren Umgang mit der Digitalisierung und leisten einen aktiven Beitrag für das Land.“

Für die Umsetzung des Projekts hat der öffentlich geförderte Träger der Erwachsenen- und Weiterbildung vom Land Niedersachsen 5 Millionen Euro erhalten. Das Budget umfasst die digitale Ausstattung, die Entwicklung von digitalen Bildungsmedien und das neue Internet-Portal.

Der „Digital Campus Niedersachsen“ steht ab sofort unter www.digitalcampus-nds.de zur Verfügung.

(Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur | Bild: Screenshot "Digital Campus Niedersachsen")

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Junge Frau sitzt mit einem Laptop in der Hand im Rollstuhl.

Digitale Teilhabe: Diskussion bei Onlinekonferenz

Mehr als 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich kürzlich bei einem Online-Event darüber ausgetauscht, welche Chancen und Perspektiven digitale Teilhabe für alle in der Kommunikation und Kooperation bietet und wie in vielen Bereichen und Institutionen Niedersachsens bereits an diesem Thema gearbeitet wird. Initiiert wurde die Onlinekonferenz mit dem Titel „Digitale Teilhabe – Perspektiven und Chancen für mehr Selbstbestimmung“ vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium und der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen in Kooperation mit der Digitalagentur Niedersachsen sowie der Landesinitiative Niedersachsen Generationsgerechter Alltag (LINGA).

Barrierefrei lernen, arbeiten und leben

Als Gastgeber und Initiatoren der Veranstaltung begrüßten Sandra Stein, Referentin der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen sowie Stefan Muhle, Staatssekretär für Digitalisierung im Niedersächsischen Wirtschaftsministerium, die Teilnehmenden. „Digitale Teilhabe bedeutet mehr als funktionierende Infrastruktur“, sagte Muhle. „Es bedeutet vor allem auch, dass alle Menschen in Niedersachsen Zugang zu digitaler Bildung haben und digitale Kompetenzen ausbilden können. Alle Menschen sollen in Niedersachsen mit digitalen Medien einfacher, schneller und besser lernen, gemeinsam arbeiten und zusammenleben können. Barrierefrei und unabhängig von persönlichen Beeinträchtigungen und Behinderungen. Unser Ziel in Niedersachsen ist die digitale Teilhabe in allen Lebensbereichen und für alle acht Millionen Niedersachsen.“

Vortrag von Raúl Krauthausen

Der bekannte Inklusionsaktivist und Gründer der Sozialhelden Raúl Krauthausen eröffnete die Veranstaltung mit seinem Vortrag rund um barrierefreie digitale Teilhabe. Krauthausen ist seit über 15 Jahren in der Internet- und Medienwelt bekannt und unterwegs. Das Netz ist sein zweites Zuhause. Als Rollstuhlfahrer weiß er, wie wichtig eine barrierefreie und inklusive Gesellschaft ist. Mit seinen Thesen zeigte er auf, dass Digitalisierung grundlegend wertfrei ist und Barrieren beseitigen aber auch schaffen kann. Er teilte seine Erfahrung zur digitalen Teilhabe in der Bildung und auf dem Arbeitsmarkt und diskutierte anschließend mit den Gastgebern über Potenziale und Chancen der digitalen Teilhabe für die Gesellschaft. Abgerundet wurde das Programm durch Impulsvorträge aus der Praxis von kompetenten Referentinnen und Referenten und gemeinsamen Diskussionen mit den Teilnehmenden.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung

(Bild: Marcus Aurelius/Pexels)

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Eine Gruppe Menschen lehnt vor einem großen Fenster auf der Fesnterbank und spricht über die Inhalte auf einem Laptop.

BMBF kündigt stärkere Unterstützung für soziale Unternehmen an

Am 27.4.2022 hat das Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND e.V.) den 4. Deutschen Social Entrepreneurship Monitor (DSEM) veröffentlicht. Der DSEM informiert seit 2018 jährlich Entscheidungsträger/-innen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zur aktuellen Situation sozialer Unternehmen in Deutschland. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung nimmt die Ergebnisse zum Anlass, umfangreichere und zielgerichtetere Unterstützungsmaßnahmen für Sozialunternehmen anzukündigen.

Sharing-Economy-Angebote wie Carsharing oder Foodsharing, neue Arbeits- und Kollaborationsmodelle wie Homeoffice, Co-Working-Spaces oder Mentoringangebote, aber auch Bürgerenergiegenossenschaften – sie alle zählen zu den sozialen Unternehmungen. Unter sozialen Innovationen fällt allerdings noch vieles mehr: Tauschbörsen, Nachbarschaftsnetzwerke, urbanes Gärtnern oder auch innovative Bildungsangebote sind ebenfalls Teil des deutschen Social-Entrepreneurship-Ökosystems. Einen Einblick in dieses Ökosystem gibt seit dem 27.4.2022 die neueste Ausgabe des Deutschen Social Entrepreneurship Monitor. Aus dem Bericht gehen neben konventionellen Kennzahlen wie Organisationsgröße oder Umsatzhöhe auch Informationen wie Wirkungsmodell, Art der Unternehmensführung oder die Anzahl ehrenamtlicher Mitarbeiter/-innen hervor.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat pünktlich zur Veröffentlichung des DSEM stärkere Unterstützung des sozialen Unternehmertums angekündigt. Die Beauftragte für Soziale Innovationen im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Zarah Bruhn, bekundete ihr großes Interesse am Austausch mit den Sozialunternehmer/-innen und lobte ihren Ideenreichtum. Konkret arbeitet das BMBF gemeinsam mit den Ressorts an einer nationalen Strategie zu Sozialen Innovationen. Die Bedingungen der Förderprogramme sollen damit besser an die Bedarfe von Sozialunternehmen, Sozialwirtschaft und zivilgesellschaftlichen Organisationen angepasst werden.

Einfacher, transparenter, zielgenauer

Geprüft werden auch Möglichkeiten einer weitreichenderen Öffnung der Förderprogramme für Soziale Innovationen sowie mögliche Hemmnisse bei der Beteiligung an bestehenden Förderprogrammen. Als Positivbeispiel nannte Bruhn die BMBF-Fördermaßnahme „Gesellschaft der Ideen – Wettbewerb für Soziale Innovationen“, die bereits viele Punkte erfolgreich umsetzt. Die neue Fördermaßnahme „Gesellschaft der Innovationen“ soll an diesem Erfolg anknüpfen.

Der Parlamentarische Staatssekretär im BMBF, Thomas Sattelberger, unterstrich die Funktion des DSEM als wichtiger Indikator für das deutsche Social-Entrepreneurship-Ökosystem. Er verwies allerdings auch darauf, dass vor allem Unterstützung für Spiel- und Experimentierräume für Sozialinnovator/-innen benötigt würde. Hier will das BMBF zukünftig zahlreiche Unterstützungsangebote auf den Weg bringen, die Sozialunternehmer/-innen von der Idee bis zur Praxis in allen Schritten unterstützen.

 

(Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)/Bild: Andrea Piacquadio/Pexels)

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Eine Frau hat eine VR-Brille auf und hält zwei Bedienteile in den Händen.

Neuer Forschungsbereich „Gesellschaft“ am OFFIS gestartet

Digitale Technologien sind in fast all unseren Lebensbereichen nicht mehr wegzudenken. Sie sind mit grundsätzlichen gesellschaftlichen Fragen der Teilhabe an Gesellschaft, der Daseinsvorsorge, der Gerechtigkeit und auch der Demokratie verknüpft. Mit dem am 1.4.2022 neu gegründeten Forschungsbereich „Gesellschaft“ treibt das Oldenburger Informatikinstitut OFFIS die Digitalisierung mit der und für die Gesellschaft voran. Erforscht und entwickelt werden innovative Technologien und Konzepte für einen verantwortungsbewussten digitalen Wandel in allen gesellschaftlichen Lebensbereichen.

Digitalisierung im Sinne einer lebenswerten Gesellschaft

Die digitale Transformation vollzieht sich nicht nur auf technologischer, industrieller und wirtschaftlicher Ebene, sie verändert auch das tägliche Leben. Werte und Gewohnheiten unserer Gesellschaft verändern sich manchmal, ohne dass wir es merken. Die Digitalisierung ist einer der großen Trends, der das Zusammenleben in unserer Gesellschaft bestimmt und verändert. Wie lebenswert unsere Gesellschaft ist, entscheidet sich nicht zuletzt darin, wie wir diese Digitalisierung gestalten.

Digitale Technologien tragen zu einer tiefgreifenden Veränderung unserer Gesellschaft bei. Die Frage lautet also, wie wir diese Digitalisierung so gestalten, dass sie ihre Versprechen für ein besseres Leben und eine lebendige Demokratie für alle einlöst. Der Informatik und den Informationstechnologien kommt dabei eine zentrale Verantwortung zu.

Alltagstaugliche Informatiklösungen

„Hier werden wir ab sofort gestaltend aktiv“, sagt Prof. Dr. Susanne Boll, OFFIS-Vorständin und Sprecherin des neuen, vierten Forschungsbereichs Gesellschaft im OFFIS. „Wir betrachten die Entwicklung neuer Technologien im Wechselspiel mit gesellschaftlichen Entwicklungen, beobachten, wie sich die Technik unmittelbar auswirkt und vor allem, wie sie neue gesellschaftliche Realitäten schafft und wie wir diese Entwicklung im Sinne einer offenen, teilhabenden und demokratischen Gesellschaft gestalten können.“ Dr. Jochen Meyer, Leiter des neuen Bereichs, ergänzt: „Für uns steht die proaktive Entwicklung von innovativen Technologien für eine gemeinsame, verantwortungsvolle Gestaltung der digitalen Gesellschaft im Mittelpunkt. Unser Ziel ist es, Informatiklösungen zu entwickeln, die sich in den Alltag der Menschen einfügen, die sie verstehen und die sie nutzen können und wollen.“

Unterteilt in vier Gruppen

Der neue Forschungsbereich besteht aus vier Gruppen:

  • Mixed Reality: Interaktion von Mensch und Technik in digitalen und realen Räumen
  • Human-Centered AI: Menschenzentrierte Künstliche Intelligenz
  • Personal Pervasive Computing: Digitalkompetenz und digitale Souveränität
  • Social Computing: Digitale Teilhabe und Partizipation

Der Bereich knüpft nahtlos an die bestehenden fachlichen Kompetenzen und Vorarbeiten des Informatikinstituts OFFIS an, die bereits über viele Jahre in den anderen drei Forschungsbereichen Energie, Gesundheit und Produktion vorangetrieben wurden. Diese Innovationen und Fragestellungen aus Anwendungsperspektive werden - wenn sie für die digitale Transformation mit und für die Gesellschaft besonders relevant sind - im neuen Bereich gebündelt und weiterentwickelt.

Quelle und weitere Infos: OFFIS

(Bild: OFFIS/Bonnie Bartusch)

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