Ältere Menschen sind erfahrene Konsumentinnen und Konsumenten, sie möchten nicht durch spezielle Senioren-Produkte, die Alter, Gebrechlichkeit oder gar Pflege suggerieren, stigmatisiert werden. Was den Älteren nützt, tut auch den Jüngeren gut! Der Ansatz des „Design für Alle“ (oder auch Universal Design) bezieht sich auf Umgebungen, Produkte und Gebäude, die für alle Menschen zugänglich sind, unabhängig von Alter und körperlichen Möglichkeiten. So können barrierefreie Wege mit dem Rollator genauso genutzt werden, wie mit Rollstuhl, Kinderwagen und sind auch für Fußgängerinnen und Fußgänger bequem. Wird dieses Prinzip auch bei der Produktgestaltung zugrunde gelegt, entstehen intuitiv nutzbare sowie praktische Produkte, deren Mehrwehrt  in der Nutzerfreundlichkeit liegt (und nicht in der augenscheinlichen „Barrierefreiheit“).

Ein gutes Design für Alle ist daher unaufdringlich und überzeugt alle Menschen. Bei deren Entwicklung wird auf die Einbeziehung spezieller Endkonsumenten sowie unterschiedlicher Fachbereiche besonderen Wert gelegt. So ist ein wesentliches Element der LINGA Woche neben der Interdisziplinarität auch der Generationendialog und die Methode „Design Thinking“, damit junge Studierende für das Alter forschen und generationenfreundliche Konzepte, Produkte und Dienstleistungen entwickeln. Um die möglichen körperlichen Einschränkungen, die es im hohen Alter geben kann, auch am eigenen Leib zu spüren, setzen wir bei unseren Veranstaltungen und Workshops neben den Fachvorträgen unseren Alterssimulationsanzug „ERNA“ ein.