Aktuelle News
LINGA X Age Forward Lab: Die Zukunft wird älter – Zeit, sie neu zu denken
StickyNeuigkeiten
13. Januar 2026
Die Zukunft wird älter – Zeit, sie neu zu denken: Unter diesem Motto hat die Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag (LINGA) zusammen mit der Initiative „Age Bombs“ am 10.12.25 zum Age Forward Lab Fachleute aus Design, Architektur, Regionalplanung, Wirtschaft, Kultur und Politik in den Medical Park nach Hannover……
Start der Förderung für „Gemeinsame Modellvorhaben“
24. Oktober 2025
Mit einer neuen Förderrichtlinie für „Gemeinsame Modellvorhaben“ unterstützt die Landesregierung zusammen mit den Pflegekassen Projekte in ganz Niedersachsen, die die Lebensqualität von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen verbessern, etwa durch die Einbindung und Stärkung der Quartiers- und Dorfgemeinschaft. So sollen innovative Ansätze dafür…
Politik, Verwaltung und Social Entrepreneurs an einem Tisch
24. Oktober 2025
Das Event „Social Entrepreneurship in Niedersachsen stärken“ - eine gemeinsame Veranstaltung von Utopia Lüneburg, dem Social Innovation Center Hannover und dem Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND) e.V. - hat am 7.10.2025 gezeigt, wie viel Potenzial in echter Zusammenarbeit steckt. Ein Nachmittag mit wichtigen Impulsen, ehrlichen…
LINGA X Age Forward Lab: Die Zukunft wird älter – Zeit, sie neu zu gestalten
22. Oktober 2025
10. Dezember 2025 | 10:00–16:30 Uhr | Medical Park HannoverLINGA X Age Forward LabDie Zukunft wird älter – Zeit, sie neu zu gestaltenDer demografische Wandel wird unser Leben in den kommenden Jahren stark beeinflussen. Er verändert, wie wir arbeiten, wohnen und zusammenleben, und fordert uns heraus, Gesellschaft jetzt neu zu denken. Das Age…
SENovation-Award 2025: LINGA Wochen Team „Betrugsradar+“ überzeugt mit digitaler Sicherheit
11. September 2025
Dortmund/Köln, 10.09.2025 | Die Sieger des SENovation-Awards 2025 stehen fest. Die Teams Betrugsradar+ und NOX konnten mit ihren Lösungen für eine alternde Gesellschaft sowohl potenzielle Kundinnen und Kunden als auch die Fachjury überzeugen. Sie setzten sich gegen 43 weitere Bewerber*innnen aus der DACH-Region durch. In der Kategorie Vorgründer…
Niedersachsenforum 2025: Altersarmut mitdenken – Verantwortung gemeinsam tragen – Zukunft aktiv gestalten
11. September 2025
Am 8.9.2025 veranstaltete die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V. gemeinsam mit LINGA – Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag und der Stadt Braunschweig das 33. Niedersachsen-Forum „ALTER UND ZUKUNFT“. Über 130 Expert*innen, Praktiker*innen und interessierte Bürger*innen…
Förderaufruf „Toilette für Alle“: Niedersachsen stärkt inklusive Sozialräume
10. September 2025
Das Land Niedersachsen unterstützt Projekte zur Inklusion, Partizipation und Bewusstseinsbildung und fördert damit nachhaltige Veränderungsprozesse für inklusive Sozialräume auf lokaler Ebene. Ein besonderer Schwerpunkt liegt aktuell auf dem Förderaufruf „Toilette für alle“: Geeignete Räume können mit einem festen Zuschuss von 7.500 Euro…
LINGA konkret: „Pflegende Angehörige zwischen Beruf und Betreuung“
1. Juli 2025
Am 17.6.2025 stand bei unserem Veranstaltungsformat „LINGA konkret“ alles im Zeichen der pflegenden Angehörigen – einem Thema, das nicht nur viele Menschen persönlich betrifft, sondern auch gesellschaftlich und wirtschaftlich von immer größerer Bedeutung ist. Unter dem Titel „Pflegende Angehörige zwischen Beruf und Betreuung“ beleuchtete der…
LINGA Wochen 2025: Idee zu KI-gestütztem Smart Home für ältere Menschen gewinnt
27. Mai 2025
Mit der feierlichen Abschlussveranstaltung in Vechta sind vergangene Woche die LINGA Wochen 2025 zu Ende gegangen. Die Studierenden haben sich in diesem Jahr mit dem Thema „Brägenplietschmaschin – KI im Wohnalltag von älteren Menschen“ beschäftigt. Als bestes Projekt wurde eine KI-gestützte Smart-Home-Lösung für Seniorinnen und Senioren…
LINGA konkret | Ruheständler – das ungenutzte Potenzial!
30. April 2025
Am Montag, den 28.4.2025 hatten wir bei Niedersachsen.next wieder einen inspirierenden Nachmittag mit unserem neuen Format „LINGA konkret – THEMEN.WISSEN.AUSTAUSCH“. Da das Thema die Menschen ab 55plus genauso betrifft, wie Unternehmen, hatten wir dazu in Kooperation mit Niedersachsen.next Innovationsnetzwerk Multiplikator*innen…
Events
-
Di. - Mi.10. - 11.Feb.2026
-
Mo. - Di.23. - 24.Feb.2026Bassum
Hybrid-Seminar Was tun bei Katastrophen oder in Krisenzeiten? Katastrophen- und Zivilschutz im ländlichen Raum
-
Do. - Fr.26. - 27.Feb.2026
-
Do. - Fr.16. - 17.Apr.2026Braunschweig
HealthHack 2026 Code. Create. Care. - für die Gesundheit und Pflege von morgen!
mehr erfahren
-
Di. - Do.21. - 23.Apr.2026
-
Fr.22Mai2026
-
Di. - Mi.09. - 10.Juni2026
-
Do.12Nov.2026
StickyNeuigkeiten
LINGA X Age Forward Lab: Die Zukunft wird älter – Zeit, sie neu zu denken
13. Januar 2026
Die Zukunft wird älter – Zeit, sie neu zu denken: Unter diesem Motto hat die Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag (LINGA) zusammen mit der Initiative „Age Bombs“ am 10.12.25 zum Age Forward Lab Fachleute aus Design, Architektur, Regionalplanung, Wirtschaft, Kultur und Politik in den Medical Park nach Hannover eingeladen.
Start der Förderung für „Gemeinsame Modellvorhaben“
24. Oktober 2025
Mit einer neuen Förderrichtlinie für „Gemeinsame Modellvorhaben“ unterstützt die Landesregierung zusammen mit den Pflegekassen Projekte in ganz Niedersachsen, die die Lebensqualität von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen verbessern, etwa durch die Einbindung und Stärkung der Quartiers- und Dorfgemeinschaft. So sollen innovative Ansätze dafür sorgen, dass die Versorgung und das Lebensumfeld von pflegebedürftigen Menschen in den Kommunen weiterentwickelt und die unterschiedlichsten Akteurinnen und Akteure beteiligt werden.
Politik, Verwaltung und Social Entrepreneurs an einem Tisch
24. Oktober 2025
Das Event „Social Entrepreneurship in Niedersachsen stärken“ - eine gemeinsame Veranstaltung von Utopia Lüneburg, dem Social Innovation Center Hannover und dem Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND) e.V. - hat am 7.10.2025 gezeigt, wie viel Potenzial in echter Zusammenarbeit steckt. Ein Nachmittag mit wichtigen Impulsen, ehrlichen Fragen und Ideen, wie soziale Innovation in Niedersachsen gestärkt werden kann. Gemeinsam wurden Erfahrungen ausgetauscht, Ideen gesammelt und gezeigt, was Social Entrepreneurs schon heute bewirken und was alle gemeinsam als Community noch bewegen können.
LINGA X Age Forward Lab: Die Zukunft wird älter – Zeit, sie neu zu gestalten
22. Oktober 2025
LINGA X Age Forward Lab
Die Zukunft wird älter – Zeit, sie neu zu gestalten
Der demografische Wandel wird unser Leben in den kommenden Jahren stark beeinflussen. Er verändert, wie wir arbeiten, wohnen und zusammenleben, und fordert uns heraus, Gesellschaft jetzt neu zu denken. Das Age Forward Lab widmet sich am 10.12.2025 in Hannover diesen Herausforderungen und bringt Fachleute aus Design, Architektur, Regionalplanung, Wirtschaft, Kultur und Politik zusammen, die neue Perspektiven auf Alter und Altern entwickeln und in ihre Arbeitsfelder einbringen möchten.
Durch das Programm führt Robert Eysoldt, Age Diversity Activist und Gründer von Age Bombs, einer kreativen und beratungsstarken Bewegung, die Alter und Altern neu denkt und Initiator des Age Forward Labs. Mit eigenen Impulsen begleitet er die Themenräume, verknüpft Perspektiven und sorgt dafür, dass die Diskussionen zu einem inhaltlichen Ganzen werden. Delia Balzer, Projektleitung der Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag (LINGA), ist Gastgeberin und begleitet Sie gemeinsam mit Robert Eysoldt durch den Tag.
Eine neue Realität des Alterns
In Deutschland wird die Bevölkerung älter als je zuvor. Schon heute ist fast ein Viertel der Menschen über 60 Jahre alt, und bis 2050 wird voraussichtlich jede dritte Person 65 oder älter sein. In Niedersachsen liegt dieser Anteil sogar noch höher. Gleichzeitig gehen in den kommenden Jahren über Millionen Babyboomer in den Ruhestand.
Die Fragen, die jetzt zählen
Wie können Übergänge in den Ruhestand gelingen, damit Wissen nicht verloren geht und Menschen, die weiter gestalten wollen, neue Räume für Engagement und Sinn finden? Wie schaffen wir Lebensräume, die Begegnung forcieren und Teilhabe ermöglichen? Wie entwickeln wir eine gemeinsame Sprache die alle mitnimmt und Produkte die wertschätzen und nicht ausgrenzen?
Gemeinsam neue Wege gehen
Klar ist: Die alten Strukturen reichen nicht mehr. Jetzt braucht es neue Ideen, Kooperationen und soziale Innovationen. Deshalb bringen die LINGA und Age Bombs das Format Age Forward Lab nach Niedersachsen. Das Lab ist ein eintägiges Forum für Expert*innen und Akteure aus Design, Architektur, Regionalplanung, Wirtschaft, Kultur und Politik. Ziel ist es, den demografischen Wandel und die Auswirkungen aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, Erfahrungen zu teilen und gemeinsam Ideen zu entwickeln.
Ein Tag voller Perspektiven, Ideen und Begegnungen
Im Mittelpunkt stehen drei Themenräume, die mit starken Impulsen und inspirierenden Break-out-Workshops gestaltet sind. Wir sind stolz, dafür großartige Expertinnen und Experten gewonnen zu haben, die zeigen, wie vielfältig Zukunft gedacht werden kann. Gemeinsam mit den Teilnehmenden wollen wir Denkmuster aufbrechen, soziale Innovationen anstoßen und neue Perspektiven eröffnen.
Schnell sein lohnt sich: Die Plätze für die Themenräume sind begrenzt und werden nach Eingang der Anmeldung vergeben.
Die Themenräume
Arbeit gibt Struktur, Identität und Sinn. Doch was passiert, wenn das Arbeitsleben endet oder sich verändert? In diesem Themenraum geht es um den Übergang in den Ruhestand als gesellschaftliche und persönliche Phase im Wandel. Wie können Arbeitswelten Wissen bewahren und Erfahrung weitergeben? Wie lässt sich dieser Übergang so gestalten, dass Menschen ihre Kompetenz, Motivation und Zugehörigkeit erhalten? Hier entstehen Ideen für Modelle, die den Ruhestand als aktive, selbstbestimmte und kreative Lebensphase begreifen.
Wer gestaltet den Themenraum?
Eröffnet wird der Themenraum von Claudia Thöring und Jörn Boie-Wegener von Abenteuer Unruhestand, einer Plattform für Menschen 60+, die zeigt, wie der Ruhestand zu einer neuen Entfaltungsphase werden kann und welche Chancen in aktiven Übergängen liegen.
Ein weiterer Impuls und Ausgangspunkt für den Workshop kommt von Irene Stroot von der Demografieagentur für die Wirtschaft GmbH. Sie bringt ihre Erfahrung zu Wissenstransfer und gelungenen Übergangsmodellen in Unternehmen ein.
Moderiert wird der Workshop von Carolin Pauly vom IUD Institut für Universal Design, die Perspektiven aus Praxis, Gestaltung und Wirtschaft miteinander verbindet.
Lebensräume entscheiden mit darüber, ob Alter Rückzug bedeutet oder Teilhabe. In diesem Themenraum geht es darum, wie Architektur, Stadt- und Regionalplanung Räume schaffen können, die Begegnung fördern und Selbstbestimmung stärken. Wie entstehen Orte, an denen Menschen sich selbstverständlich begegnen, in Nachbarschaften, auf Straßen oder in gemeinschaftlich genutzten Räumen? Wie kann eine gebaute Umwelt aussehen, die Barrieren abbaut und Verbindung schafft?
Wer gestaltet den Themenraum?
Eröffnet wird der Themenraum von Ayat Tarik Kamil, die Quartier-Macherin aus Braunschweig. Ihr Impuls zeigt eindrücklich, wie soziale und räumliche Konzepte in lebendige Nachbarschaften übersetzt werden können. Kilian Blum vom Studio Morgenraum bringt einen weiteren Impuls und Ausgangspunkt für den Workshop ein. Er teilt seine Sicht auf zukunftsfähige Quartiersentwicklung und gemeinschaftliches Wohnen.
Moderiert wird der Workshop von Susanne Knaak vom Niedersachsenbüro Neues Wohnen im Alter. Sie begleitet den Dialog zwischen Planung, Architektur und sozialer Teilhabe.
Wie über Alter gesprochen wird, prägt, wie wir Altern erleben. Sprache und Gestaltung schaffen Bilder, oft unbewusst und oft einseitig. In diesem Themenraum geht es darum, wie Kommunikation und Gestaltung diese Wahrnehmung verändern können. Welche Worte stärken, welche schließen aus? Wie kann Sprache Wertschätzung ausdrücken und ein realistisches, selbstbewusstes Bild des Älterwerdens vermitteln? Der Fokus liegt darauf, wie Kommunikation und Design zu einem neuen Verständnis von Alter beitragen und neue Erzählungen über das Älterwerden ermöglichen können.
Wer gestaltet den Themenraum?
Dr. Isabel Rink leitet das Landeskompetenzzentrum für Barrierefreiheit beim Niedersächsischen Sozialministerium. Sie eröffnet den Themenraum mit einem Impuls, der zeigt, wie Barrierefreiheit und Sprache zusammenspielen, um Zugänglichkeit und Teilhabe zu fördern.
Ein weiterer Impuls und Ausgangspunkt für den Workshop kommt von Mathias Knigge von Grauwert, Büro für Inklusion und demografiefeste Lösungen. Er zeigt anhand konkreter Beispiele, wie Design Barrieren abbaut und altersgerechte Kommunikation ermöglicht.
Moderiert wird der Workshop von Berit Lüdecke vom Social Innovation Center, die ihre Perspektive auf die Verbindung zwischen Sprache, Gestaltung und gesellschaftlicher Wirkung mitbringt.
Themenraum 1: Arbeit & Ruhestand
Arbeit gibt Struktur, Identität und Sinn. Doch was passiert, wenn das Arbeitsleben endet oder sich verändert? In diesem Themenraum geht es um den Übergang in den Ruhestand als gesellschaftliche und persönliche Phase im Wandel.
Wie können Arbeitswelten Wissen bewahren und Erfahrung weitergeben? Wie lässt sich dieser Übergang so gestalten, dass Menschen ihre Kompetenz, Motivation und Zugehörigkeit erhalten? Hier entstehen Ideen für Modelle, die den Ruhestand als aktive, selbstbestimmte und kreative Lebensphase begreifen.
Wer gestaltet den Themenraum?
Eröffnet wird der Themenraum von Claudia Thöring und Jörn Boie-Wegener von Abenteuer Unruhestand, einer Plattform für Menschen 60+, die zeigt, wie der Ruhestand zu einer neuen Entfaltungsphase werden kann und welche Chancen in aktiven Übergängen liegen.
Ein weiterer Impuls und Ausgangspunkt für den Workshop kommt von Irene Stroot von der Demografieagentur für die Wirtschaft GmbH. Sie bringt ihre Erfahrung zu Wissenstransfer und gelungenen Übergangsmodellen in Unternehmen ein.
Moderiert wird der Workshop von Carolin Pauly vom IUD Institut für Universal Design, die Perspektiven aus Praxis, Gestaltung und Wirtschaft miteinander verbindet.
Themenraum 2: Lebensräume
Lebensräume entscheiden mit darüber, ob Alter Rückzug bedeutet oder Teilhabe. In diesem Themenraum geht es darum, wie Architektur, Stadt- und Regionalplanung Räume schaffen können, die Begegnung fördern und Selbstbestimmung stärken.
Wie entstehen Orte, an denen Menschen sich selbstverständlich begegnen, in Nachbarschaften, auf Straßen oder in gemeinschaftlich genutzten Räumen? Wie kann eine gebaute Umwelt aussehen, die Barrieren abbaut und Verbindung schafft?
Wer gestaltet den Themenraum?
Eröffnet wird der Themenraum von Ayat Tarik Kamil, Die Quartier-Macherin aus Braunschweig. Ihr Impuls zeigt eindrücklich, wie soziale und räumliche Konzepte in lebendige Nachbarschaften übersetzt werden können. Kilian Blum vom Studio Morgenraum bringt einen weiteren Impuls und Ausgangspunkt für den Workshop ein. Er teilt seine Sicht auf zukunftsfähige Quartiersentwicklung und gemeinschaftliches Wohnen.
Moderiert wird der Workshop von Susanne Knaak vom Niedersachsenbüro Neues Wohnen im Alter. Sie begleitet den Dialog zwischen Planung, Architektur und sozialer Teilhabe.
Themenraum 3: Kommunikation & Design
Wie über Alter gesprochen wird, prägt, wie wir Altern erleben. Sprache und Gestaltung schaffen Bilder, oft unbewusst und oft einseitig. In diesem Themenraum geht es darum, wie Kommunikation und Gestaltung diese Wahrnehmung verändern können.
Welche Worte stärken, welche schließen aus? Wie kann Sprache Wertschätzung ausdrücken und ein realistisches, selbstbewusstes Bild des Älterwerdens vermitteln? Der Fokus liegt darauf, wie Kommunikation und Design zu einem neuen Verständnis von Alter beitragen und neue Erzählungen über das Älterwerden ermöglichen können.
Wer gestaltet den Themenraum?
Dr. Isabel Rink leitet das Landeskompetenzzentrum für Barrierefreiheit beim Niedersächsischen Sozialministerium. Sie eröffnet den Themenraum mit einem Impuls, der zeigt, wie Barrierefreiheit und Sprache zusammenspielen, um Zugänglichkeit und Teilhabe zu fördern.
Ein weiterer Impuls und Ausgangspunkt für den Workshop kommt von Mathias Knigge von Grauwert, Büro für Inklusion und demografiefeste Lösungen. Er zeigt anhand konkreter Beispiele, wie Design Barrieren abbaut und altersgerechte Kommunikation ermöglicht.
Moderiert wird der Workshop von Berit Lüdecke vom Social Innovation Center, die ihre Perspektive auf die Verbindung zwischen Sprache, Gestaltung und gesellschaftlicher Wirkung mitbringt.
Anmeldung
Anfahrt
Medical Park Hannover
Feodor-Lynen-Straße 27
30625 Hannover
SENovation-Award 2025: LINGA Wochen Team „Betrugsradar+“ überzeugt mit digitaler Sicherheit
11. September 2025
Dortmund/Köln, 10.09.2025 | Die Sieger des SENovation-Awards 2025 stehen fest. Die Teams Betrugsradar+ und NOX konnten mit ihren Lösungen für eine alternde Gesellschaft sowohl potenzielle Kundinnen und Kunden als auch die Fachjury überzeugen. Sie setzten sich gegen 43 weitere Bewerber*innnen aus der DACH-Region durch.
In der Kategorie Vorgründer hat die Jury Betrugsradar+ aus Vechta prämiert. Das Team von sechs Studierenden hat im Rahmen der LINGA Wochen in Niedersachsen eine digitale Lösung als Antwort auf den Enkeltrick konzipiert. Die App informiert über aktuelle Tricks und warnt bei Betrugsversuchen. Durch die Steigerung der eigenen Fähigkeiten schafft sie mehr Selbstwirksamkeit und Sicherheit.

Der Preis in der Kategorie Startup geht nach Rügen an die NOX GmbH. Das smarte Türschloss rettet Leben, da es Rettungskräften im Notfall direkten Zutritt zum Hilfesuchenden ermöglicht, ohne das eine Tür aufgebrochen werden muss, oder Hilfeleistungen durch zeitaufwändige Türöffnungsmaßnahmen verzögert werden.
Torsten Uhlig, der Vorsitzende der Vorstände der SIGNAL IDUNA Gruppe, forderte in seinen Ausführungen einen Perspektivwechsel: „Der demografische Wandel ist für mich kein Schreckensszenario, sondern ein entscheidender Faktor, der weltweite Trends und Technologien beeinflusst.“ Im OPEN Campus der Dortmunder Hauptverwaltung zeichnete Uhlig gemeinsam mit der nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, die auch Schirmfrau des SENovation-Awards ist, die beiden Siegerteams aus. Diese konnten sich jeweils über ein Preisgeld von 5.000 Euro freuen.
In ihrem Impulsvortrag stellte Ministerin Neubaur fest : „Sie sind Großeltern, Ehrenamtler*innen, Ratgeber und unendlich viel mehr: Wenn Seniorinnen und Senioren bis ins hohe Alter aktiv am Alltag teilhaben, profitieren wir als Gesellschaft alle davon. Mit innovativen Technologien und Dienstleistungen leisten Startups einen wichtigen Beitrag, um die Unabhängigkeit, Gesundheit, Mobilität und Lebensqualität älterer Menschen zu fördern. Beim SENovation Award können sich die besten Innovationen in der Praxis beweisen. Gleichzeitig ist der Wettbewerb eine gute Gelegenheit, um noch mehr junge Menschen zu motivieren, ihre zukunftsweisenden Ideen für Seniorinnen und Senioren in die Tat umzusetzen.“

Hintergrund
Seit dem Start im Jahr 2018 haben sich über 500 Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz für den SENovation-Award beworben, der sich damit zum größten Gründerpreis für den demografischen Wandel in der DACH-Region entwickelt hat. Der Preis wird in 2026 zum neunten Mal Innovationen in einer alternden Gesellschaft fördern und auszeichnen. Die Bewerbungsphase beginnt am 2. Januar.
Weitere Informationen zu den Finalisten, der Jury, dem Wettbewerb sowie Experten-Interviews stehen unter www.senovation-award.de zur Verfügung. Informationen zu den LINGA Wochen finden Sie hier.
Niedersachsenforum 2025: Altersarmut mitdenken – Verantwortung gemeinsam tragen – Zukunft aktiv gestalten
11. September 2025
Am 8.9.2025 veranstaltete die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V. gemeinsam mit LINGA – Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag und der Stadt Braunschweig das 33. Niedersachsen-Forum „ALTER UND ZUKUNFT“. Über 130 Expert*innen, Praktiker*innen und interessierte Bürger*innen kamen nach Braunschweig, um Strategien und kommunale Handlungsoptionen gegen Altersarmut zu entwickeln. Das Ziel: Ein würdevolles Leben im Alter für alle!
Die Veranstaltung wurde eröffnet von Dr. Christina Rentzsch, Sozialdezernentin der Stadt Braunschweig, sowie mit einem Videogrußwort von Dr. Andreas Philippi, Niedersächsischer Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung. Dabei wurde deutlich: In Niedersachsen gilt jede fünfte Frau über 65 Jahre als armutsgefährdet. Verbunden mit der Gefahr von Einsamkeit sowie dem Gefühl von „Ich gehöre nicht mehr dazu“ senkt die soziale Isolation die Lebenserwartung. Bedingt durch körperliche Einschränkungen und Erkrankungen summiert sich Armut zusätzlich im Alter. Kommunen müssen Türen öffnen und neue Wege zur Teilhabe und Beteiligung eröffnen. Daher seien Veranstaltungen wie diese so wichtig, zeigen sie doch neue Handlungsmöglichkeiten auf – für ältere Menschen und kommunale Stakeholder!
In seiner anschließenden Keynote beleuchtete Prof. Dr. Antonio Brettschneider (Technische Hochschule Köln) Ursachen und Folgen von Altersarmut sowie das Trilemma des Rentensicherungssystems. Der Blick in die Statistik zeigt: Altersarmut betrifft nicht alle Frauen gleichermaßen, besonders gefährdet sind Frauen mit Migrationshintergrund. Kommunale Angebote sollten daher das Wording beachten und auch die Angehörigen (Söhne, Töchter) miteinbeziehen. Wichtig sei in jedem Fall neben Presse, Internet und Flyern auch die persönliche Ansprache im Quartier und das sich Kümmern seitens der Kommunen in Ergänzung zu bürgerschaftlichen Engagement.

Gut besucht waren auch Braunschweiger Initiativen in der bunten Begleitausstellung: Von Rikscha-Fahrten der Bürgerstiftung Braunschweig für Senior*innen, über den Besten Resteschmaus des DRK, dem Verein AntiRost im Austausch von Jung und Alt, bis hin zu studentischen Ideen von der Technischen Universität Braunschweig gegen Einsamkeit wurden eine Vielzahl an Angeboten und Ideen präsentiert. Daneben stellten sich die Nachbarschaftshilfen Braunschweig, das Seniorenbüro der Stadt Braunschweig, der SoVD, der KulturSchlüssel Braunschweig sowie aus Hannover das Niedersachsenbüro Neues Wohnen im Alter mit ihren Angeboten vor.
In drei parallelen Foren wurden zudem sozial innovative Lösungsansätze diskutiert:
Forum 1 | Fairness und Zukunft: Kann nachhaltiges Verhalten soziale Ungleichheiten reduzieren?
LINGA-Projektleiterin Delia Balzer moderierte das Forum 1 und stellte vier Impulsgeber*innen die Frage: „Fairness und Zukunft: Kann nachhaltiges Verhalten soziale Ungleichheiten reduzieren?“. Alle haben die Antwort mit einem großen „JA“ sowie einem kleinen „aber“ beantwortet. Dr. Herbert Klemisch, ehemaliger Mitarbeiter des Wissenschaftsladens Bonn e.V. beleuchtete Armut in unterschiedlichen Konsumsektoren, wie Energie, Wohnen, Ernährung und stellte Genossenschaften als alternative Unternehmensform vor. Unter dem Motto „Was der Einzelne nicht vermag, vermögen Viele“ lautete der Appell: Hinein in den Konsumverein! Kleinere Genossenschaften als Organe der Selbstorganisation befinden sich im Aufwind und leisten ihren Beitrag zur sozial-ökologischen Transformation in Richtung Nachhaltigkeit. Als Beispiele für ländliche Räume wurden Dorfläden und gemeinschaftlich getragene Gaststätten genannt. Gemeinschaftsgarten als Ort des Ankommens sowie der Integration durch Selbstermächtigung stellte Dr. Christa Müller, geschäftsführende Vorständin der Stiftung Anstiftung mit Sitz in München vor. Aber auch offene Werkstätten, Repaircafés oder Maker Space sind ressourcenorientierte Räume, die über die Anstiftung vernetzt und unterstützt werden. Alle eint, dass das Wissen für Alle zugänglich gemacht sowie das soziale Miteinander (über Kulturen und unterschiedliche Lebenswelten hinweg) gefördert wird. Aus Berlin stellte Gründer Sebastian Müller-Tiburtius den modularen Tauschschrank FINDUS vor. Im ansprechenden Design stellt der Tauschschrank eine Aufwertung im öffentlichen Raum dar und fördert durch das kostenlose Tauschangebot sowie einer integrierten Sitzbank das Miteinander im Kiez. Ein schöner, inklusiver Ort der Begegnung mit Nachhaltigkeit als soziales Prinzip. Ältere Menschen übernehmen zudem eine Schank-Patenschaft, so wird das Projekt gemeinsam getragen von den Menschen in der Nachbarschaft. Zu guter Letzt stellte Liza Wohlfart vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation aus Stuttgart frugale Innovationen von Bürger für Bürger vor. Im EU-Projekt FRANCIS wurden bereits zweimal im Rahmen von Open Innovation Challenges Ideen entwickelt, die einfach, gut, ansprechend und kostengünstig sind. Dabei bildet das Projekt die Brücke zwischen Hightech-Industriepartnern und privaten Erfinder*innen, bzw. Ideengeber*innen aus der Praxis. So erleichtert die Aufziehhilfe HOLLE nicht nur älteren Menschen das Bettenbeziehen, sondern auch dem Zimmerservice im Hotel. Und der kleine Geschirrspüler BOB kommt ganz ohne Wasseranschluss aus, in 20 Farben ist er nicht nur für einen kleinen Seniorenhaushalt eine kostengünstige Hilfe, sondern auch ein optischer Hingucker beim Campen.

Forum 2 | Soziale Stadt- und Regionalentwicklung zur Reduktion von Armut und Verbesserung der Lebensqualität
Andrea Beerli vom Niedersachsenbüro Neues Wohnen im Alter/ FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e. V., Bundesvereinigung moderierte das Forum 2 zu “Soziale Stadt- und Regionalentwicklung zur Reduktion von Armut und Verbesserung der Lebensqualität“. Ihr Fazit: Gemeinschaftliches Wohnen hat einen sehr positiven Effekt auf die Lebensqualität im Alter. Ein großes Thema ist die Finanzierung und Realisierung von Wohnprojekten. Es gibt Modelle, die das Wohnen für Menschen mit geringen Einkommen bzw. ohne Vermögen möglich macht. Eine stärkere und zielgerichtete finanzielle Förderung für bezahlbaren Wohnraum ist hier wünschenswert. Johanna Klatt von der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Soziale Brennpunkte Niedersachsen e. V. macht die Bedeutung von Gemeinwesenarbeit im Quartier deutlich. Sie unterstützen die Gründung lokaler Netzwerke. Die lokalen Strukturen sowie Anforderungen bzw. Bedürfnisse müssen aus ihrer Sicht in ein kommunales Handlungskonzept eingebunden werden. Sabine Querengässer-Taufmann, Schuldnerberaterin für Ronnenberg und Barsinghausen berichtete aus sozialen Schuldnerberatung für Senior*innen, da auch immer mehr ältere Menschen so viele Schulden haben, dass sie die Unterstützung einer professionellen Schuldnerberatung benötigen. Das Besondere an ihrem Angebot ist nicht nur die Zielgruppe, sondern der sozialräumliche Bezug. Der Ort für die Beratungsgespräche wird von den Betroffenen selbst ausgewählt: in der Beratungsstelle, zu Hause oder auch an einem anderen neutralen Ort.
Forum 3 | Teilhabe im Alter stärken: Innovative Ansätze gegen Armut und Isolation
Das Forum 3 „Teilhabe im Alter stärken: Innovative Ansätze gegen Armut und Isolation“ zeigte gute Beispiele von Nord nach Süd. Es präsentierten sich Saskia Landsiedel von Groschendreher, dem Kieler Bündnis gegen Altersarmut e. V., Barbara Schneider von Aktive Menschen Bremen e. V. / Bremer Tafel e. V., Annafee Voigt von Obstkäppchen - Altersarmut kommt uns nicht in die Tüte. Alle Projekte stellen eine Verbindung her zwischen Foodsharing, günstiges und gemeinsames Mittag- oder Abendessen, die gesunde Ernährung in einer „Tüte“ die nach Hause gebracht wird und dem persönlichen Kontakt. Zudem berichtete Nicolas Hilkenbach vom CariMobil – Mobiler Beratungsbus für soziale Beratung, Caritasverband Brilon e. V von einem aufsuchenden Beratungsangebot das im ländlichen Raum sehr gut angenommen wird.
Das Niedersachsen-Forum 2025 bot eine wichtige Plattform für Austausch, Vernetzung und neue Ideen für Kommunen und gemeinwohlorientierte Bürger*innen.
Förderaufruf „Toilette für Alle“: Niedersachsen stärkt inklusive Sozialräume
10. September 2025
Das Land Niedersachsen unterstützt Projekte zur Inklusion, Partizipation und Bewusstseinsbildung und fördert damit nachhaltige Veränderungsprozesse für inklusive Sozialräume auf lokaler Ebene. Ein besonderer Schwerpunkt liegt aktuell auf dem Förderaufruf „Toilette für alle“: Geeignete Räume können mit einem festen Zuschuss von 7.500 Euro barrierefrei ausgestattet werden – inklusive spezieller Ausstattung wie Liegen und Patientenlifter. Ziel ist es, die Teilhabe von Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen sowie pflegebedürftigen Personen deutlich zu verbessern.
LINGA konkret: „Pflegende Angehörige zwischen Beruf und Betreuung“
1. Juli 2025
Am 17.6.2025 stand bei unserem Veranstaltungsformat „LINGA konkret“ alles im Zeichen der pflegenden Angehörigen – einem Thema, das nicht nur viele Menschen persönlich betrifft, sondern auch gesellschaftlich und wirtschaftlich von immer größerer Bedeutung ist.
Unter dem Titel „Pflegende Angehörige zwischen Beruf und Betreuung“ beleuchtete der Workshop bei unserem Projektträger Niedersachsen.next Herausforderungen und Perspektiven für Menschen, die Arbeit und Pflege miteinander vereinbaren. Den Auftakt machte LINGA Projektleiterin Delia Balzer mit einer Einführung in das Thema, um gemeinsam Anknüpfungspunkte für die interdisziplinären, studentischen LINGA Wochen 2026 zu setzen.
Prof. Dr. med. Barbara Zimmermann von der hochschule 21 in Buxtehude forderte in ihrem Impuls-Vortrag konkrete Lösungen „im Hier und Jetzt“, für Betriebe wie auch für Pflegende. Sie machte deutlich, dass Prävention und „mehrgleisige Lösung“ ganz zentral für aktuelle und zukünftige Herausforderung sind. Bis 2040 werde die Zahl der Pflegebedürftigen um 45 Prozent zunehmen. Dabei müsse der Blick auch auf die heterogene Gruppe der Pflegenden geschärft werden, denn Jugendliche pflegen ihre Eltern, oder Großeltern gleichermaßen und an kultursensiblen Angeboten fehlt es, trotz steigenden Anteiles an Menschen mit Migrationshintergrund in unserer Gesellschaft. Besonders wichtig seien, so das Fazit von Prof. Zimmermann:
- Prävention zu forcieren, um Pflegebedürftigkeit prozentual zu senken (Sport und Bewegung sind sehr wichtig),
- Unternehmen zu informieren und für das Thema „Vereinbarkeit“ fit zu machen sowie
- pflegebezogene Bildungssysteme in den ländlichen Räumen zu stärken.
Mehr Sicherheit oder neue Ungleichheit?
Dr. Sarah Hampel vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) setzte sich kritisch mit Verantwortungsmodellen auseinander. Unter dem Titel „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege im neuen Verantwortungsmix – mehr Sicherheit oder neue Ungleichheit?“ lenkte sie den Blick auf Gerechtigkeit und Systemfragen in Hinblick auf Vereinbarkeit. Das Nachbarland Nordrhein-Westfalen bietet für Unternehmen die Plattform „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“ an. Es unterstützt Unternehmen dabei, die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege für die Beschäftigten mit Pflegeverantwortung zu verbessern und gleichzeitig deren weitere Tätigkeit im Unternehmen als Fachkräfte zu sichern. Das Landesprogramm vernetzt Betriebe zudem mit der Pflegeinfrastruktur vor Ort und bildet z.B. betriebliche Pflege-Guides aus.
Hilfe zur Selbsthilfe
Christiane Hüppe brachte als Vorständin von „wir pflegen“, der Interessenvertretung pflegender Angehöriger in Niedersachsen e.V., die Perspektive der Selbsthilfe ein. Ihr Beitrag über die Arbeit und Anliegen pflegender Angehöriger in Niedersachsen zeigte, wie wertvoll gemeinschaftliches Engagement und die Hilfe zur Selbsthilfe ist. Gemeinsam mit verschiedensten Partnern organisiert der Verein „wir pflegen!“ vom 6. bis 12.10.2025 die 1. Aktionswoche der pflegenden Angehörigen in Niedersachsen unter dem Motto „Pflege geht uns alle an“.
Unser herzliches Dankeschön geht an alle Referentinnen für ihre spannenden Beiträge und an alle Teilnehmenden für den offenen und intensiven Austausch. Wir freuen uns jetzt schon darauf, bei den LINGA Wochen 2026 mit dem Landkreis Lüneburg die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf unter dem Thema „Pflegende Angehörige“ in den Fokus zu rücken!
Hören Sie rein in unseren Podcast
Thema: Informationstechnologie für sorgende Angehörige
Einkaufen, Arztbesuche, Bankgeschäfte, Notfallhilfe – die Alltäglichkeiten, wobei fürsorgende Angehörige ältere Menschen unterstützen, sind facettenreich. Im Idealfall ist die Hilfe auf mehrere Schultern verteilt oder/und es gibt „Sorgearrangements“. Wie kann hier die moderne Informationstechnologie helfen? Das erforscht Professor Dr. Anne Meißner von der Universität Hildesheim am Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik im neuen Bereich „Informationstechnologie für die sorgende Gesellschaft“.
Im Gespräch mit Niedersachsen.next nennt sie als bewährtes Beispiel ein Tablet mit Apps – z.B. für Videoanrufe oder Textnachrichten. Voraussetzung: damit umzugehen wurde geübt und die Technik erfüllt bedarfsgerecht das, was sie verspricht. Aber auch für diejenigen, die Fürsorge übernehmen, finden in der Informationstechnologie z.B. eine Möglichkeit, sich mit Menschen in ähnlicher Situation auszutauschen.
LINGA Wochen 2025: Idee zu KI-gestütztem Smart Home für ältere Menschen gewinnt
27. Mai 2025
Mit der feierlichen Abschlussveranstaltung in Vechta sind vergangene Woche die LINGA Wochen 2025 zu Ende gegangen. Die Studierenden haben sich in diesem Jahr mit dem Thema „Brägenplietschmaschin – KI im Wohnalltag von älteren Menschen“ beschäftigt. Als bestes Projekt wurde eine KI-gestützte Smart-Home-Lösung für Seniorinnen und Senioren ausgezeichnet.
Wer des Plattdeutschen mächtig ist, der weiß mit dem Begriff „Brägenplietschmaschin“ vielleicht etwas anzufangen. Allen anderen sei gesagt: Hinter dieser „Maschin“ steckt nichts anderes als die plattdeutsche Bezeichnung für Künstliche Intelligenz. Und genau darum und um die Integration von KI in den Alltag älterer Menschen ging es bei den diesjährigen LINGA Wochen, die vergangene Woche mit dem Finale in Vechta ihren Abschluss fanden.
Zur Begrüßung wies Moderatorin und LINGA-Themenmanagerin Sina Seidel darauf hin, dass die LINGA Wochen nicht nur bereits zum 15. Mal, sondern in diesem Jahr zum ersten Mal an zwei Orten stattfanden. Nach dem Start in Oldenburg sei es in Vechta weitergegangen. 34 Studierende aus sechs Fachbereichen von vier niedersächsischen Hochschulen seien in diesem Jahr dabei gewesen, um Ideen zu entwickeln, wie ältere Menschen so lange wie möglich selbstständig zu Hause wohnen bleiben können. „Wir gestalten die Zukunft mit euch, liebe Studierende“, so Seidel.
„Älter werden ist toll!”

Für ein Grußwort war Dr. Christine Arbogast, Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung angereist. Älter werden sei toll, sagte sie, bringe aber auch Herausforderungen mit sich. Trotzdem solle man nicht mit Sorge auf diese Lebensphase schauen. Der soziale Aspekt in Verbindung mit den Möglichkeiten der modernen Technik sei der große Gewinn der LINGA Wochen. Technische Lösungen müssten vorangebracht werden, beispielsweise um Wohnungen barrierefrei zu gestalten. „Ich finde es großartig, dass Sie sich auf dieses Abenteuer eingelassen haben“, sagte sie an die Studierenden gerichtet. „Machen Sie weiter. Wir brauchen Sie alle mit dem, was Sie können und was Sie einbringen.“
Vechtas Landrat Tobias Gerdesmeyer fand in seinem Grußwort ebenfalls lobende Worte für das Engagement der Studierenden. Gleichzeitig hob er hervor, dass KI-Technologien bei vielen Menschen mit Bedenken verbunden seien. Wenn durch KI beispielsweise die Gesellschaft mit Menschen ersetzt werde und dafür möglicherweise Informationen von Verstorbenen verwendet werden, sei das eine ethische Frage. Debatten darüber seien wichtig, doch die Chancen sollten mehr gesehen werden als die Gefahren. KI werde das Leben durchdringen und den Schwung aus den LINGA Wochen sollten wir alle mitnehmen.
Generationendialog ist Herzstück der LINGA Wochen

Einen kurzen Rückblick auf die vergangenen zwei Wochen gab anschließend Milena Müller, Werksstudentin bei Niedersachsen.next. Bereits beim Auftakt der LINGA Wochen am 5.5.2025 in Oldenburg bekamen die Studierenden wertvolle Impulse zum Thema KI, besichtigten das OFFIS und lernten die Living Labs kennen. Einen Tag später folgte mit dem Generationendialog das Herzstück der LINGA Wochen, bei dem der Austausch mit Mentor*innen und Senior*innen im Vordergrund stand. Nach der anschließenden zweiwöchigen Online-Phase ging es zum Endspurt nach Vechta. Hier wurden die Ideen abgeschlossen und präsentationsreif gemacht.
Den traditionellen Programmpunkt der Reflexion übernahm Dunja Grützner vom Landkreis Vechta. Mit dem Mikrofon in der Hand ging sie durch die Reihen der Teilnehmenden, um ein Meinungsbild der diesjährigen LINGA Wochen einzuholen. Von den Studierenden kam ein durchweg positives Resümee. Sie zeigten sich vor allem von der interdisziplinären Gruppenarbeit begeistert und empfanden den Austausch zwischen unterschiedlichen Bereichen als bereichernd und motivierend. Es sei „cool“ gewesen, an dem Phänomen KI mitwirken zu können.
Auch die Senior*innen blickten auf eine bereichernde Zeit zurück. KI sei die Zukunft und die wolle man mitgestalten. Außerdem sei es toll gewesen, dass mit Senioren über Senioren gesprochen wurde und das habe ganz viel Spaß gemacht.
Landkreis Vechta stiftet Preisgelder
Wie in jedem Jahr war auch in Vechta das vielzitierte „LINGA Wochen Fieber“ unter allen Beteiligten deutlich zu spüren. Als Höhepunkt der Abschlussveranstaltung wurden schließlich die besten Projekte der LINGA Wochen 2025 bekannt gegeben. Die Preisgelder in Höhe von insgesamt 3000 Euro wurden vom Landkreis Vechta gestiftet.

Den dritten Platz belegte das Projekt „MIRA“. Die Studierenden hatten einen sprachgesteuerten, KI-basierten Alltagsassistenten erdacht, der beispielsweise in einen Spiegel an der Wand integriert werden kann. Die Anwendung soll Tagesstruktur geben, an Medikamente und Termine erinnern, Aktivitäten und soziale Kontakte vorschlagen, Kleidungsempfehlungen geben (Wettercheck) und Fahrdienste wie Taxis oder Rufbusse organisieren können. Die Jury lobte die Stärkung der sozialen Teilhabe und den Beitrag zur Erhaltung von Gesundheit und kognitiver Verfassung. Das Team nahm ein Preisgeld von 600 Euro entgegen.

Der zweite Platz ging an die Projektgruppe „BertrugsRadar +“. Dabei handelt es sich um eine App, die ältere Menschen vor Betrugsversuchen am Telefon und an der Haustür schützen soll, und zwar durch Nummernerkennung, Gesichtserkennung und Lernmodule. Die Jury war vom Beitrag zum Erhalt der psychischen Gesundheit und der Stärkung der Selbstwirksamkeit in der häuslichen Umgebung überzeugt. Eine praktische Umsetzung dieses Beitrags scheine zeitnah realisierbar. Die Studierenden durften ein Preisgeld in Höhe von 900 Euro entgegennehmen.
Projekt „Smarter Huus” gewinnt LINGA Wochen 2025

Als Siegerprojekt der LINGA Wochen 2025 wurde „Smarter Huus“ gekürt. Das Preisgeld von 1500 Euro ging an die fünfköpfige Gruppe, die einen Smart-Home-Ansatz entwickelte, der auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten ist. Das System beruht auf einem KI-gestützten Monitoring der Wohnumgebung durch Sensoren. Es erstellt Muster und schlägt bei Abweichungen Alarm. Das System kommuniziert mit den Anwendenden, wird zur Alltagsstütze und trägt dazu bei, dass die Menschen lange und selbstbestimmt zu Hause wohnen bleiben können. Die Jury war von der besonderen interdisziplinären Bearbeitung in diesem Projekt begeistert. Sie lobte den integrativen und innovativen Ansatz und die breiten Einsatzmöglichkeiten.
Die LINGA Wochen 2025 gingen mit der traditionellen Staffelstabübergabe an die Ausrichter im kommenden Jahr zu Ende. Vechtas Landrat Gerdesmeyer übergab das Holz an Yvonne Hobro, Erste Kreisrätin in Lüneburg. Thematisch wird es im kommenden Jahr um pflegende Angehörige und Zugehörige gehen.
Zum Abschluss wurden alle Teams, ob mit oder ohne Auszeichnung, dazu ermutigt, am „Ageing with Tech Festival“ in Hamburg und an den SENovation Awards teilzunehmen und ihre Ideen weiterzuverfolgen.
Impressionen LINGA Wochen 2025
(Fotos: Niedersachsen.next, Landkreis Vechta)
LINGA konkret | Ruheständler – das ungenutzte Potenzial!
30. April 2025
Am Montag, den 28.4.2025 hatten wir bei Niedersachsen.next wieder einen inspirierenden Nachmittag mit unserem neuen Format „LINGA konkret – THEMEN.WISSEN.AUSTAUSCH“. Da das Thema die Menschen ab 55plus genauso betrifft, wie Unternehmen, hatten wir dazu in Kooperation mit Niedersachsen.next Innovationsnetzwerk Multiplikator*innen eingeladen. Zum Thema „Ruheständler, das ungenutzte Potential!“ diskutierten ressort- und disziplinübergreifend über 20 Teilnehmende über Chancen und Herausforderungen.

Frank Leyhausen von AgeForce1 führte mit seinem Impulsvortrag ins Thema ein und betonte: Vor allem an unseren Altersbildern müssten Unternehmen und Gesellschaft noch arbeiten, zumal wir damit mittlerweile die „Künstliche Intelligenz“ füttern! Mit dem Alter wird vor allem der Ruhestand assoziiert – passiver Müßiggang auf der Parkbank – und leider nicht die produktiven, erfahrenen Senior*innen in der Arbeitswelt. Es mangelt an einer Strategie für Erwerbstätigkeit im Ruhestand und Betriebe müssen das Thema „Renteneintritt“ endlich aus der Tabuzone holen. Die Belegschaft sollte frühzeitig auf diese Lebensphase vorbereitet und Angebote geschaffen werden. Der Ruhestand ist ein wichtiges Lebensereignis, dessen gutes Gelingen wesentlich zum gesundheitlichen Wohlbefinden beiträgt. Warum gehen dann 80 Prozent der Arbeitnehmer*innen völlig unvorbereitet in diese Lebensphase? Umfragen zeigen: Ruheständler, die noch in Teilzeit berufstätig sind, sind mit ihrem Leben am zufriedensten. Lesen Sie mehr im Buch „Graues Gold statt altes Eisen“ von Anja Klute und Frank Leyhausen, oder im Interview mit Wolfgang Grupp über Wertschätzung gegenüber langjährigen Mitarbeitenden.

Annette Geiger vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw-Gruppe) stellte im Anschluss die Vermittlungs-Plattform „Talente in Rente“ vor. Gesponsert durch die vbw (Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.) sowie gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, bringt die Plattform offene Stellen in Unternehmen mit Ruheständlern zusammen. Sie ist ein Baustein der Initiative Fachkräftesicherung FKS+ in Bayern – als Jobbörse für Menschen im Ruhestand und für Unternehmen mit Fachkräftebedarf. Nach zwei Jahren Projektlaufzeit zeigte sich jedoch eine Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage: viele interessierte Ruheständler auf der einen Seite, aber nur wenige Stellenangeboten seitens der Unternehmen, da in den Personalabteilungen (zumeist besetzt mit jungen Menschen) ein überholtes Altersbild dominiert. Daher werden Unternehmen nun aktiv angesprochen, um für die Plattform und das Programm zu werben sowie Tipps zur Rekrutierung erfahrener Fachkräfte zu geben:
- Stellenanzeigen auf die Anforderungen von Menschen im Ruhestand zuschneiden
- Geforderte Arbeitszeit flexibel formulieren
- Erforderliche Qualifikation auf das Wesentliche beschränken
Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass die Zielgruppe sehr heterogen ist. Daher ist es wichtig, die oben genannten Aspekte zu berücksichtigen, damit es am Ende zwischen Angebot und Nachfrage „matcht“. Ziel ist es, die Erwerbsbeteiligung von Ruheständlern, die weiterhin arbeiten möchten, in Form von Mini-, Teilzeit-, oder projektbezogene Jobs zu erhöhen.

Zur Nachahmung empfohlen ist auch das Angebot der Bosch Management Support GmbH (BMS), die seit 1999 ehemalige „Boschler*innen“ für zeitlich befristete Einsätze vermittelt, um beispielsweise Engpässe zu überbrücken. Ein Augenmerk liegt dabei auf dem Austausch zwischen den Generationen: Erfahrung trifft auf den Ideenreichtum der Jüngeren. Das gemeinsame Arbeiten stellt für beide Seiten eine Win-win-Situation dar. Die Diversität aus Alt und Jung führt zu optimalen Ergebnissen. BMS Geschäftsführer Manfred Baden stellte gemeinsam mit Qualitätsmanager Thomas Herbst das Projekt sowie konkrete Einsatzgebiete im BOSCH Werk Hildesheim vor. Wichtig zu erwähnen: Trotz Stellenabbau in Unternehmen, kann dies eine ergänzende Hilfe sein, da die „Ehemaligen“ lediglich für spezifische, kurzfristige Einsätze eingeplant werden.

Zum Schluss erinnerte Charlotte Schmithals mit ihrem lebendigen Vortrag die Teilnehmenden an den Umgang mit dem eigenen Älterwerden. Bei der HDI AG werden Mitarbeitende ab 55plus frühzeitig auf das Projekt „Bleib länger“ aufmerksam gemacht und durch Personalgespräche auf den Ruhestand vorbereitet – idealerweise viele Jahre im Voraus. Wichtig sind dabei die individuellen Gespräche, da Lebenslagen und Pläne für die Ruhestandsphase sehr unterschiedlich sind. Ziel ist die engere Unternehmensbindung durch folgende Hebel:
- Perspektiven geben, klares Commitment der Geschäftsführung: Wir wollen euch!
- Begleitung durch Trainings und persönliche Beratung
- Langsames Offboarding durch generationenübergreifende Zusammenarbeit, Wissenstransfer und flexiblen Ausstieg
Möglichst lange, möglichst glücklich im Unternehmen zu bleiben, scheint Frau Schmithals bei HDI zu verfolgen. Dafür soll auch die Lernbereitschaft älterer Mitarbeitender durch spezielle Angebote und eine entsprechende Lernkultur gefördert werden. Betriebsrat und Führungskräfte werden ebenfalls im Rahmen des Projekts „Bleib länger!“ geschult.

Alle waren sich einig: Es ist wichtig, sich im Angesicht der zahlenmäßig starken Boomer-Generation über dieses Thema auszutauschen, um sich auf die Chancen im demografischen Wandel zu fokussieren. Unser Resümee: das Format LINGA konkret THEMEN.WISSEN.AUSTAUSCH im kleinen Kreis kommt sehr gut an – nicht nur, weil wir ressortübergreifend einladen, sondern weil wir den Blick auf das lenken, was möglich ist, und positive Beispiele kurzweilig präsentieren!
Das Thema für den nächsten Austausch bei uns im Haus steht schon fest: „Pflegende Angehörige zwischen Beruf und Betreuung!“






































